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Heilfasten

In allen Religionen und Kulturen ist der Begriff des Fastens als Mittel zur inneren Reinigung und Besinnung bekannt. Trotzdem Wissenschaftler darüber streiten, ob dies wirklich ein Weg ist, Krankheiten zu heilen und zu mehr Wohlbefinden zu gelangen, bezeugen unzählige Menschen die Wirkung des Heilfastens. Beim Heilfasten geht es nicht in erster Linie darum, Pfunde zu verlieren, sondern dem verschlackten und vergifteten Körper zu helfen, belastende Schadstoffe loszuwerden. Auch die Psyche profitiert von der Fastenzeit, vom Innehalten und der Auszeit von der Hektik des Alltags. Es gibt verschiedene Arten des Heilfastens. Wer sich unsicher ist oder unter schwerwiegenden, bzw. chronischen Krankheiten leidet, sollte unbedingt die Fastenkur mit dem Hausarzt oder Heilpraktiker besprechen.


Die verschiedenen Methoden des Heilfastens

Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten des Heilfastens, von denen hier einige vorgestellt werden: Bekannt und vor allem im Frühjahr gerne durchgeführt, ist eine Saftfastenkur. Bei dieser wird über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen ausschließlich Obst- und Gemüsesaft getrunken und keine feste Nahrung zugeführt. Drogerien bieten mitunter fertig zusammengestellte Saftpakete an. Natürlich können die Säfte auch selbst frisch gepresst werden. Auch Tee und Wasser ist erlaubt. Unterstützt wird diese Kur durch viel Bewegung, möglichst an der frischen Luft. Auch beim Molkefasten wird auf die Zufuhr fester Nahrung verzichtet. Erlaubt sind neben Molke Wasser, Obst- und Sauerkrautsaft. Molke besitzt eine abführende Wirkung, was das Entschlacken des Körpers unterstützen soll. Neben dem Buchinger-Heilfasten, Fasten nach Mayr oder der Markert-Diät ist das Basenfasten sehr beliebt. Hierbei muss nicht gehungert werden, darf aber über einen Zeitraum von bis zu vier Wochen ausschließlich Nahrung zugeführt werden, welche basisch verstoffwechselt.

Heilfasten

Heilfasten ©iStockphoto/HeikeRau

Bei welchen Krankheiten kann Heilfasten hilfreich sein?

Während des Heilfastens wird der Körper von allem was ihn belastet befreit. Die Ausscheidung der Schadstoffe kann sich positiv auf die Linderung oder gar Heilung von vielen Zivilisationskrankheiten auswirken. Vor allem die Haut reagiert in der Regel positiv auf das Heilfasten. Allergien, Schuppenflechte oder Neurodermitis können verbessert oder gar geheilt werden und hartnäckige Akne weicht oftmals einer rosigen, gesunden Haut. Auch auf Stoffwechselkrankheiten kann Heilfasten eine positive Wirkung haben. Verdauungsprobleme, Migräne, Krankheiten der Atemwege und chronische Erschöpfungen lassen spontan nach und verschwinden mitunter, wenn nach dem Fasten eine gesündere Lebensweise eingehalten wird, oft vollkommen.

Worauf ist vor dem Beginn einer Heilfastenkur unbedingt zu achten?

Wer untergewichtig ist, an Kreislaufproblemen oder schweren Erkrankungen leidet, muss ein geplantes Heilfasten unbedingt mit seinem Hausarzt oder Heilpraktiker besprechen. Diabetiker sollten besondere Vorsicht walten lassen, da durch die radikale Umstellung des Stoffwechsels eine zu starke Unterzuckerung der Fall sein könnte. Da das Heilfasten auch Auswirkungen auf die hormonellen Abläufe des Körpers hat, ist es für Frauen, welche mit der Pille verhüten ratsam, rechtzeitig über eine Alternative nachdenken. Dass Schwangere nicht fasten dürfen, sollte selbstverständlich sein.

Heilfasten ist kein Allheilmittel und sollte auch nicht übertrieben oft und lange durchgeführt werden. Einmal pro Jahr kann fasten zu mehr Energie verhelfen, besserem Schlaf und neuer Lebensfreude. Wenn gemeinsam mit Gleichgesinnten gefastet wird, kann sich gegenseitig motiviert werden und fällt das Durchhalten leichter. Auch sind ausgebildete Ansprechpartner zur Stelle, wenn Probleme auftauchen sollten. Fasten in Gruppen bieten zum Beispiel Klöster an, aber auch Fastenwandern wird immer beliebter und ist im Katalog mancher Reisebüros im Angebot.