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Ayurveda-Kur in Indien

Was ist Ayurveda?

Ayurveda gilt als eine der ältesten Naturheilverfahren der Welt. „Das Wissen des Lebens“, wie die Übersetzung des indischen Wortes aus dem Sanskrit lautet, ist ein ganzheitliches Verfahren, das den Menschen als Einheit von Geist, Körper, Seele, Verhalten und Umwelt betrachtet. Als Ursprung gilt die vedische Hochkultur Altindiens. In der ayurvedischen Medizin wird ein Mensch als gesund betrachtet, wenn diese Einheit sich im Gleichgewicht befindet. Ziel von ayurvedischen Behandlungen ist es, dieses Gleichgewicht herzustellen und zu bewahren, um die Gesundheit zu erhalten.


Ein besonderer Schwerpunkt wird bei Ayurveda auf die Ernährung und deren Verarbeitung im menschlichen Organismus gelegt, da davon ausgegangen wird, dass diese einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit haben. In allen ayurvedischen Anwendungen und Kuren spielt deshalb auch die ayurvedische Ernährungslehre eine große Rolle. Weitere Schwerpunkte bilden Maßnahmen, um das ganzheitliche Gleichgewicht wiederherzustellen. Dazu zählt das sogenannte Panchakarma, das verschiedene Reinigungsverfahren wie beispielsweise Fasten, Massagen und Bäder umfasst. Ergänzt werden diese Maßnahmen in der Regel von Yoga- und Atemübungen.

Ayurveda-Kur in Indien

Ayurveda-Kur in Indien @iStockphoto/targovcom

Für wen kommt Ayurveda infrage?

Ein Ayurveda-Aufenthalt in Indien ist nicht nur für Personen geeignet, die eine akute Erkrankung behandeln lassen wollen, sondern insbesondere auch für Menschen, die Entspannung und Ausgeglichenheit suchen. Viele nutzen einen ayurvedischen Aufenthalt in Indien auch dazu, um einmal aus dem persönlichen Trott auszusteigen und unliebsame Angewohnheiten beispielsweise bei der Ernährung zu durchbrechen. Damit eine Wirkung erzielt wird, die über den Aufenthalt hinaus geht, sollte man sich mindestens zwei Wochen, besser aber vier Wochen Zeit nehmen und sich in dieser Zeit möglichst von allem freimachen, was Stress verursachen könnte.

Ayurveda-Aufenthalt in Indien

Besonders im Süden Indiens gibt es eine Vielzahl von Ayurvedahotels und –resorts, die einen sehr guten Ruf haben. Am bekanntesten ist der Bundesstaat Kerala an der indischen Südwest-Küste für seine umfangreichen Ayurveda-Angebote. Hier bietet beispielsweise das Coconut Bay Resort eine traditionelle Ayurveda-Behandlung an. Diese besteht aus einer Eingangsanalyse, auf deren Grundlage die Anwendungen individuell festgelegt werden. Während des gesamten Aufenthalts wird der Gast von ausgebildeten ayurvedischen Ärzten betreut. Das Resort verfügt über ein großzügiges Therapiezentrum mit zahlreichen Behandlungsräumen. Die idyllische Lage direkt am Meer trägt ebenfalls zur Erholung und Entspannung bei.

In Bangalore bietet das Ayur Dham ein modernes und traditionelles Ayurveda-Zentrum, das sich einen guten Ruf erarbeitet hat. Das in traditioneller Bauweise errichtete Resort liegt in einer landestypischen Umgebung. Angeboten werden alle traditionellen Ayurveda-Anwendungen. Darüber hinaus kann hier die Kutipraveshika-Kur gemacht werden, die über die sonst übliche Panchakarma-Kur hinaus geht. Bei der Kutipraveshika-Kur werden besonders intensive Reinigungsmethoden angewandt, mit welchen der Organismus so weit wie möglich von allen toxischen Substanzen gereinigt wird. Danach folgen aufbauende Maßnahmen sowohl für den Körper als auch für die Psyche. Diese Kur wird besonders intensiv von entsprechend spezialisierten Ärzten betreut. In der Regel wird hierzu ein Aufenthalt von 40 Tagen empfohlen.

Was kostet eine Ayurveda-Kur in Indien?

Die Kosten für eine Ayurveda-Kur in Indien sind wesentlich abhängig vom Umfang der Leistungen und von der Ausstattung der Hotels bzw. Resorts. In einer Mittelklasseanlage mit einem ayurvedischen Standardprogramm findet man Angebote ab ca. 1.500 € für 14 Tage pro Person. Je intensiver die Behandlung ist und je höher der Standard der Unterkunft ausfällt, desto höher wird der Preis. Bei einem Ayurveda-Aufenthalt sollte man allerdings nicht gerade an der Behandlung sparen. Die Qualität ist hier absolut entscheidend. In jedem Fall sollte die Kur von speziell ausgebildeten Ärzten betreut werden.